Montag, 16. Oktober 2017

[Rezension] Dunkelfall

Titel: Dunkelfall - Die Verlorenen | Autoren: Robert und Sarah Glas
Verlag: Buchheim Verlag | Preis: 14,95€ (PB) | Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3-946330-02-8
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Inhaltsangabe
Als Liam Weston, ein abgehalfterter Musiker, in einem Gewittersturm die völlig durchnässte und verängstigte Cara findet und ihr Unterschlupf gewährt, kann er nicht ahnen, dass ihre Begegnung sein Leben für immer verändern wird. Verfolgt vom mysteriösen Mann in Blau, treten die beiden eine Flucht ins Ungewisse an, die sie nach Fallen Mountain führt, dem Ort, von dem Liams schlimmste Albträume handeln und an dem er als Kind beinahe sein Leben verlor.
Bald muss er erkennen, dass Caras und seine eigene Vergangenheit eng verknüpft sind und sich ihre Wege nicht per Zufall gekreuzt haben. In einer Welt, in der Magie plötzlich zu Realität wird, sehen sich ein Mann ohne Zukunft und eine Frau ohne Vergangenheit gezwungen, um mehr als nur ihrer beiden Leben zu kämpfen.
(Quelle: Buchheim Verlag)


Meine Meinung

Eine sehr geheimnisvolle Story


Diesen ersten Roman des Autorenduos Robert und Sarah Glas durfte ich schon vor Erscheinen testlesen und von vornherein war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Ich lese nicht allzu oft im Genre Urban Fantasy, aber verirre mich gern immer mal wieder in andere Welten. Habe ich anfänglich noch versucht der Geschichte mit normalem Verstand zu folgen, wurde mir sehr schnell klar, dass die Autoren hier eine andere, sehr geheimnisvolle Welt erschaffen haben, welche Parallelen zu unserer Welt aufweist und dennoch ganz anders ist.

Viele Stichwörter, wie zum Beispiel der Mann in Blau, das verbotene Land oder auch der Ausspruch „Die Narren tanzen im goldenen Licht“ konnten von Anfang an eine spannende Atmosphäre erschaffen. Natürlich hatte ich auch dementsprechend viele Fragen im Kopf während des Lesens, aber die Autoren konnten ein sehr gelungenes Fortlaufen der Story gestalten, welches meiner Meinung nach mit einem steigenden Spannungsbogen einhergehen konnte.

Auch die Darstellung der beiden Hauptcharaktere Liam und Cara konnte mich mit dem Wachsen der Geschichte fesseln. Wie im Klappentext bereits erwähnt, führt ein Zufall die beiden zusammen. Der Mann mit der ungewissen Zukunft und die Frau mit der verlorengegangenen Vergangenheit.
Wenn ich mich für einen Part entscheiden müsste, konnte mich Cara’s Geschichte noch ein wenig mehr begeistern. Vor allem zum Ende hin, als sich viele Fäden zusammenspinnen ließen.
Beide haben ihre eigene interessante Geschichte zu erzählen und ich mochte es sehr wohin mich das Autorenpaar geführt hat.

Liam stellt sich seiner Vergangenheit, da er für sich keine Zukunft sieht, wenn er sich dieser nicht stellt. Kennt er Cara noch gar nicht lange, ist sie der Grund, der ihn antreibt. Denn Cara will zu ihrem alten Ich zurückfinden. Was ist mit ihr passiert, dass sie sich an nichts erinnern kann? Was hat es mit dem Mann und dem weißen Raum auf sich?
Hier zählt wohl das Motto: zusammen sind wir stark.
Beide stellen sich ihren individuellen Schatten.

Neben den gut ausgearbeiteten Charakteren konnte mich auch das Setting begeistern. Meiner Meinung nach konnte mich dieser Punkt auch am meisten in den Bann ziehen. Es wurde düster beschrieben. Eine Welt, die mich aufgrund der Menschen und verschiedener städteähnlicher Konstellationen an unsere Welt erinnerte und dennoch ein völlig anderes Bild in meinem Kopf erschaffen konnte.

Lesetechnisch habe ich das Buch zwar im Korrekturmodus gelesen, das heißt es vielen noch einige Korrekturen an, aber ich hatte dennoch keine großen Schwierigkeiten in einen Lesefluss zu kommen. Der Schreibstil und auch die stilistischen Mitteln fand ich völlig angebracht für diese Story. An dieser Stelle bin ich immer wieder begeistert, wie es zwei Personen gelingt an einem Buch zu arbeiten.
Ich kann es mir unheimlich schwer vorstellen, da sich meiner Meinung nach doch zwei verschiedene Stile vermischen. Hier ist es gelungen und bei solchen Werdegängen würde ich zu gerne mal hinter die Kulissen schauen.
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Einige Fragen sind für mich noch nicht geklärt worden, aber dies mag jeder Leser für sich selbst entscheiden.


Mein Fazit
In diesem Urban Fantasy Buch von Robert und Sarah Glas macht ihr euch mit Liam und Cara auf eine Reise ins Ungewisse. Verfolgt beide bei der Aufarbeitung ihres bisherigen Lebens, bei dem Herausfinden der vielen Geheimnisse um ihre Person und macht euch bereit auf das was kommen wird.
Für alle Leser, die gerne in fremde Welten abtauchen und gerne Geheimnissen gegenüberstehen, spreche ich hier eine Leseempfehlung sowohl für jugendliche, als auch für erwachsene Leser aus.
 
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Die Autoren
Robert und Sarah Glas wurden in Vorarlberg am Bodensee geboren, ehe es sie ins gebirgige Tirol im Herzen der Alpen zog, wo sie bald schon beruflich Fuß fassten und mit einem Rudel Ratten in ihren eigenen Bau zogen. Robert ist ausgebildeter Psychologe, während Sarah als Lektorin und Korrektorin ihr Geld verdient. „Die Verlorenen“ ist ihr erster gemeinsamer Roman.
© Buchheim Verlag