Montag, 23. Oktober 2017

[Hörbuch- Rezension] Ferne Ufer | Band 3

Titel: Outlander - Ferne Ufer | Autorin: Diana Gabaldon | Verlag: Droemer Knaur
Preis: 14,99€ (PB) | Seitenanzahl: 1232 Seiten | ISBN: 978-3-426-51823-6
Reihe: Band 3/8 der "Outlander- Reihe"
Kaufen: Hier

Das Hörbuch ist eine Produktion des Argon Verlags und kostet ebenfalls 39,95€. Des Weiteren könnt ihr dieses Hörbuch bei Audible günstiger oder für 1 Guthaben im Abo ergattern.
Gesprochen wird das Hörbuch von Birgitta Assheuer, welche mir bisher als Sprecherin unbekannt war.
Insgesamte Hörzeit: 52 Std. 14 Min.

Inhaltsangabe
20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer Tochter Brianna kehrt sie durch den Steinkreis zu ihm zurück und findet ihn im 18. Jahrhundert lebend wieder.
Aber ihre Raum und Zeit überwindende Liebe bleibt nicht lange ungetrübt. Denn Jamie hat 20 Jahre lang sein eigenes Leben geführt, außerdem engagiert er sich nach wie vor für Schottlands Unabhängigkeit. Und so müssen Jamie und Claire früher, als ihnen lieb ist, das Hochland verlassen und sich aufmachen zu neuen, fernen Ufern. Doch sie wissen, dass ihre Liebe und ihre Leidenschaft füreinander sie jedes Hindernis überwinden lässt.
(Quelle: Audible)


Meine Meinung
VORSICHT SPOILER!
(Band 3 einer Reihe)

Die Highland- Saga geht weiter…


Der Titel trifft es im dritten Band der Reihe sehr gut.
Machten wir uns als Leser im ersten Band nach Schottland und im zweiten Band nach Paris auf, so machen wir uns im dritten Band der Reihe auf zu Fernen Ufern, die Südsee. Aber dazu später mehr.

Auch im dritten Band ist diese Zeiten überwindende Liebe voneinander getrennt. Claire forscht im Jahre 1968 gemeinsam mit ihrer Tochter Brianna und Roger nach Jamies Verbleib nach der Schlacht von Culloden und wird tatsächlich fündig. Jamie soll die Schlacht überlebt haben.

Jamie hingegen landet im Jahr 1752 wieder im Gefängnis und macht die Bekanntschaft mit dem neuen Gefängnisleiter John Grey. Jedoch ist es für Jamie nicht die erste Bekanntschaft mit ihm. Im ersten Band gab es schon mal ein Zusammentreffen im Wald. Zum Charakter Lord John Grey hat die Autorin mittlerweile übrigens eine eigene Reihe geschrieben, welche ich auf dem Schirm habe, aber es mich weiterhin eher zu Jamie und Claire zieht.
Nachdem 1755 das Gefängnis von Adsmuir aufgelöst wurde, werden viele inhaftierte Jakobiten nach Amerika verschifft. Aber Jamie entkommt diesem und kann dank Grey ein relativ normales Leben führen.

Worauf wohl in diesem Band der Reihe alle gewartet haben, war das Aufeinandertreffen von Claire und Jamie. Claire wagt es nochmal und gelangt mit der Hilfe von Brianna und Roger erneut in Jamies Zeit. Nur muss sie ihre geliebte Tochter zurücklassen. In Edinburgh dreht er sich einfach um und da ist dieser Moment! Wäre es nicht für den Leser toll, wenn beide nun die Möglichkeit hätten, ihre Liebe wie in Band 1 und 2 zu leben. Natürlich kommt es nicht so.
Es sind fast 20 Jahre vergangen.
Beide haben diese getrennt voneinander verbracht.
Claire hat Jamies Tochter Brianna zur Welt gebracht und diese allein aufgezogen.
Und Jamie, auch er war nicht allein. Diese Bindung bringt folgen mit sich, mit denen Claire sich auseinandersetzen muss.
Eine sehr schwierige Zeit im Buch und auch für uns Leser.
Auf Deutsch gesagt, blutet einem das Herz.

Im dritten Band kommt neben Fergus, welcher nun auch bereits erwachsen ist, ein neuer kleiner Mann ins Spiel. Jamies Neffe Ian, der Sohn seiner Schwester Jenny.
Er ist ein kleiner Rabauke. Als er auf der Seehundinsel nach dem Schatz von König Louis suchen soll, wird er von Piraten entführt. Jamie und Claire müssen reagieren. Auf ihrer Suche zu Wasser auf dem Schifft Artemis werden sie von Fergus und einer jungen Frau begleitet.
Die Reise bringt uns zu den im Titel angesprochenen FERNEN UFERN.
Ein Teil des Buches spielt sich dann in der Karibik, um Jamaika.
Für mich ist es bisher das Setting, mit dem ich mich nicht ganz identifizieren konnte. Einfach weil Jamie und Claire da für mich nicht hingehören.

Weiterhin spannend war die Begegnung mit Mrs. Abernathy, der Besitzerin von Rose Hall, denn auch sie ist eine alte Bekannte und für mich wieder eine totale Überraschung im Verlauf der Geschichte.

Spannend für mich ist, wie es in Bezug auf den Stammbaum des Fraser-Clans weitergehen wird. Auch hier kann ich nicht zu viel verraten, ohne euch zu spoilern. Diana Gabaldon war in diesem Band sehr mutig und macht neugierig auf mehr. Der eben angesprochene Grund reicht schon aus, dass ich an dem nächsten Band einfach nicht vorbeikommen werde.

Das Buch endet mit der Flucht von Jamie und Claire von der Artemis.
Gefahr droht und den beiden bleibt nichts anderes übrig, als mit einem kleinen Boot zu fliehen.
Das Ende zeigt dem Leser sogleich auf, in welchem Land der vierte Band der Reihe spielen wird. Ich freu mich.

Insgesamt bringt diese Reihe viel Neues mit sich. Neue Charaktere und einige Geheimnisse, die gelüftet werden.

Zum Hörbuch selbst. Die Sprecherin passt schon perfekt in die Geschichte um Jamie und Claire. Das mir Teile langatmig erschienen, liegt eher an der Story selbst.
Mit über 52 Stunden ist es natürlich ein bombastisches Hörbuch. Aber ich bin drangeblieben, habe aber fast einen Monat zum Hören gebraucht.
Kleiner Tipp: macht nebenbei nur leichte Tätigkeiten und keine, die höhere Konzentration von euch verlangt.
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Ein Kritikpunkt, welchen ich bei den vorhergehenden Bänden nie empfunden habe, waren langatmige Passagen. Ich weiß nicht, ob es durch die gesprochenen Worte im Hörbuch noch verstärkt wurde, aber an dieser Stelle steht fest, dass ich die folgenden Bände wieder lesen werde.
Das Hörbuch war nicht schlecht, aber durch die Konzentration auf den auditiven Reiz, konnte ich mich doch sehr wenig Visuelles vor Augen führen, was ich bei dieser Reihe doch so sehr liebe.

Des Weiteren war der Part in der Karibik absolut nicht meiner. Ich hoffe, dass mich die Autorin mit dem Setting des vierten Bandes wieder mehr begeistern kann. Aber da bin ich ganz optimistisch.


Mein Fazit
Der dritte Band der Reihe ist für mich bisher der schwächste. Dies mag zum Teil auch an der Geschichte gelegen haben. Die Charaktere, egal ob bekannte oder neuaufgetauchte, können mich weiter begeistern und neugierig machen, aber die Geschichte um die „Fernen Ufer“ und die Piraten zu See, das war einfach nicht meins. Und Jamie und Claire sehe ich einfach immer auf der grünen Insel Schottland. Hier muss ich mich aber wohl drauf einstellen, dass eine etwas längere Reise fernab der Heimat bevorsteht.
Weitere Rezensionen zum Buch

Die Autorin
Diana Gabaldon, geboren 1952 in Arizona, war Professorin der Meeresbiologie, bevor sie zu schreiben begann. Mit »Feuer und Stein« begründete sie die international gefeierte und millionenfach verkaufte »Highland-Saga«. Diana Gabaldon ist verheiratet und hat drei Kinder.
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Weitere Bücher der Reihe
(Band 1 und 2 rezensiert)

(Band 4 - 6)