Dienstag, 30. Mai 2017

[Rezension] Der stille Sammler | Band 1

Titel: Der stille Sammler | Autorin: Becky Masterman | Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 9,99€ (TB) | Seitenanzahl: 397 Seiten | ISBN: 978-3-404-17181-1
Reihe: Band 1/2 der "Brigid Quinn- Reihe"
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Inhaltsangabe
Als Brigid Quinn an den Leichenfundort in der Wüste Arizonas gerufen wird, erkennt die ehemalige FBI-Agentin sofort die Handschrift des Route-66-Killers: Floyd Lynch, der die Polizei zu den beiden Toten geführt hat, scheint jener Serienkiller zu sein, den Brigid viele Jahre vergeblich gejagt hat. Doch irgendetwas stimmt nicht, das spürt auch Laura Coleman, die nun die Ermittlungen im Fall Lynch leitet. Verzweifelt, weil niemand ihre Bedenken teilt, vertraut sie sich Brigid an – und ist kurz darauf spurlos verschwunden...
(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung

Eine etwas andere Ermittlerin


In dieser Reihe begleitet man als Leser der ehemaligen FBI-Agentin Brigid Quinn. Etwas anders in der Hinsicht, weil man sonst immer junge, frische Protagonisten an vorderster Front hat, welche noch voller Tatendrag ihren Fällen nachgehen.
Brigid Quinn ist 59 Jahre und vor kurzem pensioniert wurden, wäre da nur nicht dieser alte, einzig ungelöste Fall in ihrer Karriere, der sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Trotz ihres Alters macht Brigid Quinn ordentlich was her. Sie steht ihre Frau, kommt mit flotten Sprüchen daher und geht immer noch gerne aufs Ganze.

Ein weiterer Punkt, den ich echt mal anders fand, ist das Setting in diesem Buch. Hier ist es mal keine typische Ost- oder Westmetropole der USA, sondern die Wüste von Arizona. Dass die Autorin hier ihren eigenen Wohnort mit eingebracht hat, merkt man meiner Meinung nach sofort. Sie bringt dem Leser das Setting unheimlich nahe, durch Spaziergänge und andere Geschehnisse im Buch.
Am Rande der Geschichte lernt man ihren Mann Carlo kennen, welcher von ihr noch nicht ganz in ihre wahre berufliche Tätigkeit eingeweiht ist. Auch diese Herangehensweise der Autorin ist sehr spannend zu lesen.

Der Fall um die gefundene Leiche, welche eindeutig nach dem gleichen Muster getötet wurde, wie die vielen Opfer des Route 66- Killers, brachte für meinen Geschmack viel zu früh einen Täter hervor. Ich habe gehofft, dass dies nicht so gewollt war von der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht, denn Brigid Quinn schaut genauer hin.

Als dann die ermittelnde Laura Coleman spurlos verschwindet, dies ein Déjà-vu für Quinn ist und sie dann auch noch am eigenen Leib erfährt, dass jemand nach ihrem Leben trachtet, geht die kleine weißhaarige Frau zum Angriff über.

Schreibtechnisch kann mich die Autorin hier überzeugen. Das Buch hat sich super lesen lassen und war zu keiner Zeit langweilig. Neben der interessanten Prota überzeugt sich mich damit, dass der Täter wirklich lange unbekannt bleibt und das
Ende einen wahnsinnig guten Showdown mit sich bringt.
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Zu bemängeln habe ich einen Punkt, der mich bei den meisten Ermittlerreihen stört, bei denen Frauen an der Front eines Teams sind. Und zwar geht es um den Punkt Alleingänge. Hach, es ist einfach nicht mein Ding. Wenn Autoren einen Spannungseffekt durch sowas hervorrufen möchten. Aber auch das kann wieder Geschmackssache sein. Ich finde es einfach immer zu durchschaubar, dass das nie gut endet.

Mein Fazit
Ein Reihenauftakt, der aufgrund seiner recht außergewöhnlichen Protagonistin überzeugt. Ich freue mich weitere Fälle mit Brigid Quinn zu lösen. Ich hoffe sehr, dass sei so taff bleibt, wie hier beschrieben.
Für alle Thriller-Leser, die diese besondere Ermittlerin kennenlernen möchten, eine Empfehlung wert! Zu dem ist diese Reihe mal wieder ein richtiger Hingucker im Bücherregal 😍
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Die Autorin
Becky Masterman arbeitet als Lektorin in einem Verlag, der auf forensische Fachbücher spezialisiert ist. Für die Arbeit an ihrem Thrillerdebüt, Der stille Sammler, hat sie den Rat diverser Spezialisten auf diesem Gebiet eingeholt. Ihr Debütroman hat sich in zum Teil großen Auktionen in diverse Länder verkauft. Becky Masterman lebt in Tucson, Arizona.
© Google

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