Montag, 27. Februar 2017

[Rezension] Stiefkind

Titel: Stiefkind Autor: S.K. Tremayne | Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99€ (PB) | Seitenanzahl: 400 Seiten | ISBN: 978-3-426-51662-1
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Inhaltsangabe
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."


Meine Meinung

Wenig Begeisterung


Viele Leser werden von dem englischen Autor bereits seinen ersten Roman „Eisige Schwestern“ kennen. Dieser konnte mich damals vor allem durch seine sehr düstere und bedrückende Stimmung begeistern. Die Storys an sich und auch die Charaktere konnten mich nicht umhauen. Aber wie es oftmals so ist, gab es hingegen meiner Meinung auch viele positive und begeisterte Meinungen. Jeder Leser ist beim Lesen einfach auf der Suche nach einem Leseerlebnis und nicht jeder Geschmack ist gleich. Diesen Punkt sollte man bei eher kritischen Rezensionen immer beachten.

Aber ich gebe Autoren gerne die Chance mich beim zweiten Anlauf zu überraschen. So war der Grundgedanke auch, als ich dieses Buch vom Verlag zugeschickt bekommen habe. Die optische Gestaltung gelingt sehr gut, man ist gespannt als Leser auf die Geschichte im Buch.

Themen, die mir gut gefallen haben, war das Setting Cornwall. Meiner Meinung nach hervorragend für einen Psychothriller. Und auch dass David Kerthen der Erbe einer Minendynastie ist, fand ich interessant. Auch der kleine Junge im Buch, der sich sehr schnell als seltsam entpuppt hätte ein positiver Fakt im Buch werden können, aber irgendwie ist es dem Autor nicht gelungen mit irgendwem von den Charakteren in eine engere Verbindung zu treten. Mir waren die Beschreibungen zu blass und sehr schnell wurden mir sowohl der kleine Jamie, als auch sein Vater David und seine Stiefmutter Rachel unsympathisch.

Wäre noch das Thema, warum wird Jamie zu einer Gefahr für Rachel.
Hat er den Tod seiner Mutter nicht verkraftet, welche damals zu Weihnachten in den Minen verschwand und ertrank. Oder sind hier höhere Mächte im Spiel.
Für mich war diese Thematik sehr vorhersehbar. Der Autor versuchte einen Spannungsbogen zu erschaffen, aber meiner Meinung wurde er nicht am Schopf gegriffen. Bei spannenden und gruseligen Elementen wurde gleich wieder umgeschwenkt in eine lahme Erzählweise. Die Sprache an sich ist leicht, für meinen Geschmack sogar zu leicht. Der Autor will Spannung durch kurze, knackige Sätze hervorrufen. Leider gelang dies bei mir nicht. Die vielen Ein- bis Zweiwortsätze waren nicht mein Fall.

Auch die offenen Fragen, welche ziemlich zum Schluss erst geklärt wurden, waren wenig überraschend. Während des Lesens ahnte ich immer mal wieder in welche Richtung es gehen wird und so kam es letztendlich auch.
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Um mich begeistern zu können, hätte der Autor den Spannungsbogen ausbauen und vor allem halten müssen. Die Idee und das Setting waren optimal um viele Gruselelemente in die Geschichte einzubringen. Der Autor hat hier nicht alle Register bei einem Psychothriller ausgeschöpft, die ihm hätten zur Verfügung gestanden.


Mein Fazit
Auch der zweite Roman des Autors konnte mich nicht überzeugen und nur wenig unterhalten. Der abgehackte Schreibstil und die sehr blassen und unsympathischen Charaktere waren einfach nicht meins. Ob es einen dritten Versuch mit dem Autor geben wird, ahne ich zu bezweifeln.
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Der Autor
S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt. Er wurde in Devon geboren und lebt heute mit seinen beiden Töchtern in London.
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Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares gilt