Freitag, 30. Dezember 2016

[Rezension] Winterblüte

Titel: Winterblüte | Autorin: Corina Bomann | Verlag: List Verlag
Preis: 16,00€ (HC) | Seitenanzahl: 384 Seiten | ISBN: 978-3-471-35142-0
Kaufen: Hier


Inhaltsangabe
Der alte Brauch des Barbarazweigs führt zwei Frauen zu ihrem Glück
Im eleganten Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1900 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest.


Meine Meinung

Das perfekte Winter- und Weihnachtsbuch


„Winterblüte“ war mein drittes Buch, welches ich von Corinna Bomann gelesen habe und so viel sei verraten, mein bisheriges Bomann Highlight. Das Buch ist bereits im Oktober 2016 erschienen und ich bin so froh, dass ich es nun erst im Dezember gelesen habe. Ein paar Tage eher wären zwar perfekt gewesen, aber das konnte ich ja vorher nicht ahnen.
KLEINER TIPP:
Um den Barbarabrauch in die Tat umzusetzen, beginnt dieses Buch um den 4. Dezember, da ist das Setting dann perfekt. Ich werde den Brauch dann im kommenden Jahr umsetzen und ich bin sehr gespannt.
Natürlich soll es niemanden abhalten, dieses Buch zu einem anderen Zeitpunkt zu lesen.

© Google
Heiligendamm, die weiße Stadt am Meer als Settig war grandios gewählt. Zu versprüht dieses Buch eine schöne winterliche Atmosphäre. Immer wieder merke ich, dass ich mich manchmal in der Buchwelt doch gerne in Deutschland aufhalte. Wer schon einmal in Heiligendamm war, hat beim Lesen ein tolles Bild vor Augen.
© Google
Familie Baabe ist für mich eine typische Familie zum Ende des 19. Jahrhunderts. Tradition, Regeln und gesellschaftliche Normen spielen bei Ihnen eine besondere Rolle. Sowohl Vater und Mutter, als auch die Kinder Christian und Johanna beschreibt die Autorin sehr detailgetreu und realistisch. Allgemein waren die Charaktere in diesem Buch mein Highlight. Jedem wurde ganz besondere Persönlichkeitszüge zugeschrieben und es passte einfach vorne und hinten.
Als Christian eine junge, angespülte Frau am Meer findet, kommt ein wenig Schwung in die Familie. Die verschiedenen Familienmitglieder treten dieser neuen Situation ganz unterschiedlich gegenüber. Dieser Fakt bringt Spannung in die Geschichte, denn dem Leser wird sehr schnell klar, dass in der Familiengeschichte so einige Geheimnisse verborgen sind.

Die Entwicklung der Geschichte ist wenig vorhersehbar und jegliche neue Situationen konnten mich überraschen und neugierig machen, wie der weitere Verlauf sein wird.
Besondere Rolle in der Geschichte spielen unter anderem Themen, wie ungewollte Verheiratung, grenzenlose Liebe und der Erhalt seines gesellschaftlichen Standes.
Das Buch spiegelt Gegebenheiten und Herangehensweisen zu der damaligen Zeit sehr gut wieder.

Weitere Punkte, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen, sind zum einen seine Optik und zum anderen die Einarbeitung des Brauchs des Barbarazweiges.
Über das Cover, mit seinen haptischen Elementen, möchte man einfach nur die ganze Zeit mit den Händen fahren. Ein ganz besonderer Hingucker. Und der Brauch des Barbarazweiges war mir bisher unbekannt, aber ich weiß, dass mich der 4. Dezember zukünftig an dieses Buch erinnern lässt.

Corina Bomann erschuf hier eine Geschichte, die ans Herz geht, zum Nachdenken anregt und uns Leser einfach nur versinken lässt. Ein absolutes Wohlfühlbuch und perfekt für die Jahreszeit Winter.


Mein Fazit
Aufgrund vielerlei Punkte, die aus meiner Rezension hervortreten, kann ich allen Lesern, dieses Buch nur ans Herz legen. Lest es selbst oder verschenkt es. Jeder Beschenkte wird sich über diese Geschichte freuen.
Weitere Rezensionen zum Buch


Die Autorin
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.
© Google

Weitere Bücher der Autorin

Zu "Die Jasminschwestern" und "Der Mondscheingarten" habe ich noch offene Rezension, kann aber beide Bücher empfehlen.

Zu "Die Schmetterlingsinsel" findet ab dem 25.01.2017 eine LR bei LeseLiebe statt. 
Und ihr seid herzlich eingeladen, das Erfolgsbuch der Autorin mit uns gemeinsam zu lesen.


Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares gilt